Chronik des Vereins

Seit 1908 gärtnern wir am Stötteritzer Wäldchen. Hier finden Sie die wichtigsten Stationen unserer Vereinsgeschichte. Wer mehr lesen möchte: Die Festschrift zum 90-jährigen Bestehen erzählt die Jahre 1908 bis 1998 ausführlich.

1900er Jahre

  1. Gründung

    Mit 56 Mitgliedern wird der Gartenverein „Stötteritz“ gegründet, der Vorläufer unseres Vereins. Noch im selben Jahr kommen 39 Gärten auf Pachtland dazu.

    Festschrift 1998, S. 4 und 18

  2. Das erste Vereinshaus

    Im September wird der erste Spatenstich gegraben, im Oktober ist das Vereinshaus fertig – gebaut mit kräftiger Mitarbeit der Gartenfreunde. Dazu kommen 21 neue Gärten.

    Festschrift 1998, S. 10 und 18

1910er Jahre

  1. Neuanfang als „Naturfreunde“

    Prozesskosten bringen den jungen Verein in den Konkurs. Der neu gegründete Gartenverein „Naturfreunde“ übernimmt Vermögen und Gärten, die Arbeit geht weiter.

    Festschrift 1998, S. 5 und 18

  2. Blumenschau an der Kolonnade

    Das Vereinshaus bekommt eine Kolonnade. Dort zeigt der Verein jedes Jahr Rosen, Dahlien und Herbstblumen.

    Festschrift 1998, S. 18

  3. Erster Weltkrieg

    Die Frauen bewirtschaften die Gärten allein. Sechs Gartenfreunde kehren nicht zurück.

    Festschrift 1998, S. 5 und 18

  4. Die Dahliengesellschaft

    Fünfzehn Mitglieder gründen eine Dahliengesellschaft, im ersten Jahr bekommt jedes Mitglied fünf Knollen. Im selben Jahr tritt der Verein dem Verband der Schrebervereine bei.

    Festschrift 1998, S. 13 und 18

1920er Jahre

  1. 121 neue Gärten und ein Spielplatz

    Nach langen Verhandlungen mit der Stadt Leipzig entstehen 121 neue Gärten und ein Spielplatz. Auf dem alten Spielplatz legt die Dahliengesellschaft einen Dahliengarten an.

    Festschrift 1998, S. 13 und 18

  2. Küche für das Vereinshaus

    Trotz Inflation kommen 23 Gärten dazu. Das Vereinshaus bekommt einen Küchentrakt.

    Festschrift 1998, S. 18

  3. Elektrisches Licht

    Im Vereinshaus lösen elektrische Lampen die Petroleumlampen ab.

    Festschrift 1998, S. 18

  4. Erste Entwässerung

    Eine weitverzweigte Dränage leitet Grund- und Oberflächenwasser aus den Gärten ab.

    Festschrift 1998, S. 15 und 18

1930er Jahre

  1. Wasser für jeden Garten

    Nach 22 Jahren Wassermangel beschließt die Generalversammlung den Bau einer Wasserleitung. Jeder Garten bekommt einen Anschluss.

    Festschrift 1998, S. 15 und 18

  2. Sitzungszimmer im Vereinshaus

    Das Vereinshaus bekommt ein 60 m² großes Sitzungszimmer. Weitere Gärten entstehen.

    Festschrift 1998, S. 18

  3. Einer der größten Vereine Leipzigs

    Mit 324 Gärten auf 67.123 m² zählt der Verein zu den größten Schrebervereinen der Stadt.

    Festschrift 1998, S. 18

  4. Verbot der Arbeiterorganisationen

    Unter der NS-Diktatur werden alle Arbeiterorganisationen verboten – ein Rückschlag für die Schreberbewegung.

    Festschrift 1998, S. 6 und 18

  5. Aus drei Vereinen wird „Am Walde“

    Die Vereine „Naturfreunde“, „Erholung“ und „Waldesruh“ werden zwangsweise zur Kleingartengruppe „Am Walde“ zusammengelegt – mit nun 470 Gärten. Das neue, größere Vereinshaus wird eingeweiht.

    Festschrift 1998, S. 6 und 19

  6. Eigener Grund und Boden

    Der Verein wird Eigentümer von drei Flurstücken in Stötteritz, bezahlt vor allem mit Darlehen der Mitglieder. 1947 wird ihm das Land entzogen.

    Festschrift 1998, S. 7

1940er Jahre

  1. Bomben auf die Anlage

    Bei Luftangriffen im Februar 1944 und im Februar 1945 fallen rund 60 Bomben auf die Anlage. Vereinshaus, Wasserleitung und viele Lauben werden zerstört, mit dem Vereinshaus gehen die alten Dokumente verloren.

    Festschrift 1998, S. 6 und 19

  2. Wiederaufbau

    Aus Trümmersteinen entstehen neue Lauben, die Bombentrichter werden verfüllt. Gemüse und Kartoffeln aus den Gärten helfen gegen den Hunger.

    Festschrift 1998, S. 6 und 19

1950er Jahre

  1. Gärten an der Sternsiedlung

    29 weitere Gärten werden an der Sternsiedlung angelegt.

    Festschrift 1998, S. 19

  2. 50 Jahre im neuen Vereinshaus

    Nach Jahren mit Geldmangel und Materialnot feiert der Verein seinen 50. Geburtstag im neuen Vereinshaus. Die Wasserleitung zum Spechtweg wird erneuert.

    Festschrift 1998, S. 11, 16 und 19

1960er Jahre

  1. Nummern und Wegenamen

    Die Gärten werden durchgehend nummeriert, die Wege bekommen ihre Namen.

    Festschrift 1998, S. 19

1970er Jahre

  1. Das Sommer- und Kinderfest ist zurück

    Nach zwölf Jahren Pause feiert der Verein wieder ein Sommer- und Kinderfest.

    Festschrift 1998, S. 19

  2. Strom für die Gärten

    Der Verein darf ans öffentliche Stromnetz, zunächst nur für Licht. In zwei Jahren verlegen die Mitglieder 2.800 m Hauptkabel und bauen 63 Verteilerkästen; im September 1981 sind 271 Lauben am Netz.

    Festschrift 1998, S. 16, 17 und 19

1980er Jahre

  1. Urkunde „Mach mit!“

    Für hervorragende Leistungen im Wettbewerb „Schöner unsere Städte und Gemeinden – Mach mit!“ bekommt die Kleingartensparte eine Urkunde.

    Festschrift 1998, S. 9

  2. 75 Jahre Verein

    Der Verein feiert mit einem Sommer- und Kinderfest. Die Wegewarte richten zum ersten Mal die Ausstellung „Produkte meines Gartens“ aus.

    Festschrift 1998, S. 13, 14 und 19

1990er Jahre

  1. Die Stromgemeinschaft

    Für die Stromversorgung gründen die Mitglieder eine Stromgemeinschaft mit eigener Geschäftsführung.

    Festschrift 1998, S. 17 und 19

  2. Gemeinnütziger Verein

    Nach dem Beschluss einer neuen Satzung wird der Verein ins Vereinsregister eingetragen.

    Festschrift 1998, S. 9 und 19

  3. Eigene Trafostation

    Eine neue Trafostation bringt 150 kW statt 23 kW in die Anlage. Ab Frühjahr 1995 gibt es beim Strom keine Beschränkung mehr.

    Festschrift 1998, S. 17

  4. Lob für die Anlage

    Das Grünflächenamt der Stadt Leipzig und der Stadtverband loben den guten Zustand der Anlage.

    Festschrift 1998, S. 9

  5. 90 Jahre Verein

    Der Verein feiert mit einem Sommer- und Kinderfest und gibt die Festschrift mit der Chronik von 1908 bis 1998 heraus.

    Festschrift 1998, S. 2

2010er Jahre

  1. Der Verein übernimmt die Stromversorgung

    Die bisherige Stromgemeinschaft wird aufgelöst, die neue AG Strom betreut die Anlage.

    Website, Seite AG Strom

  2. Neuer Spielplatz

    Auf der Vereinswiese wird der Spielplatz mit Rutsche, Schaukel und Wippe eröffnet.

    Website, Seite Spielplatz

  3. Gründung der AG Wasser

    Die AG Wasser kümmert sich ab jetzt um die Wasserversorgung der Anlage.

    Website, Seite AG Wasser

  4. Neue Stromzählerkästen

    Die Mitgliederversammlung beschließt, die alten Verteilerkästen durch Stromzähler- und Verteilerkästen zu ersetzen.

    Website, Seite AG Strom

2020er Jahre

  1. Neue Wasserleitungen

    Die Mitgliederversammlung beschließt, die alten Bleileitungen nach und nach durch PE-Leitungen zu ersetzen. Hauptweg und Veilchenweg sind inzwischen fertig.

    Jahresrechnung 2025

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